Vorrunde Trier: ELASTIQ gewinnen Vorrunde, 5ER WG auf Platz 2!

News #128

Der Trierische Volksfreund war am Freitag bei unserer Vorrunde in der TUFA Trier mit dabei und hat ein paar schöne Fotos gemacht. Außerdem gibt es im Artikel einen Einblick in die (gar nicht so) "hoch geheime Juryberatung":

 

Bei der Trierer Vorrunde des Landes-Musikwettbewerbs „Rockbuster“ sind fünf Bands aus der Region aufgetreten. Vom eher akustischen Pop über rumpelnden Punk bis zu wilden Stil-Fusionen erlebten die rund 200 Zuschauer in der Tufa eine breite Musikpalette.

 

Dieser Nachbericht von der Rockbuster-Vorrunde in der Trierer Tuchfabrik muss leider mit einem üblen Klischee beginnen: nämlich mit der Aussage des Moderators Alex Koubik, der vor der Verkündung der Jury-Entscheidung den rund 200 Zuschauern erst mal erklärt, es sei ja total schwierig gewesen, einen Gewinner zu küren, weil alle fünf teilnehmenden Bands so beeindruckt hätten. Allerdings sagt der „Das Ding“-Redakteur die reine Wahrheit. Da der Volksfreund Teil der sechsköpfigen Fachjury aus Musikern, Pressevertretern und Kulturschaffenden war, sei soviel Einblick in die hoch geheimen Beratungen gegeben.

 

Lässige Sieger


Auf den ersten Platz hatte man sich schnell geeinigt. Die im Herbst 2014 zwischen Gerolstein und Prüm begründete Band Elastiq verbindet nicht nur ganz lässig das Cello mit dem Synthesizer, sondern auch Rap und Kammermusik, Rock, Soul und Hip-Hop. Mit einer Reihe von Auftritten und professionell produzierten Videos haben sich die fünf Freunde längst eine solide Fanbasis erspielt, die mit dem Urteil der Jury dann auch völlig übereinstimmte. Die zweitplatzierte Band wird sozusagen in die Relegation geschickt, wo erneut die Chance auf das Finale besteht.

 

Aber wer sollte das in Trier sein? Hier lieferte sich die Jury eine engagierte Diskussion. Zur Wahl standen zunächst die Punkrocker Captain Risiko: Die überzeugten mit kraftvollem, wütndem Sound und mehrstimmigem Gesang – obwohl ihnen die undankbare Aufgabe zukam, den noch ziemlich leerem Saal auf Betriebstemperatur zu bringen. Das gelang ihnen aber durchaus gut - auch dank ihrer direkten Texte, die sich nicht scheuen, Haltung zu beziehen. Nico Mono muss sich und seine Musik in Trier eigentlich nicht mehr groß vorstellen. Aber auch überregional hat es der Songwriter seine lebensbejahenden, poppigen Songs schon in so einigen Gehörgängen gebracht - etwa die Radiosingle „Amsterdam“.


Nur eine Frau tritt auf die Bühne


Live klingt das alles noch einen Tick kerniger und rauer als im Radio. Frau Wolf trägt schon mal eine Besonderheit des Abends im Namen: Die Sängerin und Gitarristin ist nämlich die einzige Frau, die während der gesamten Veranstaltung auf die Bühne der Tufa tritt. Warum Rock und Pop in der Region meist reine Männerveranstaltungen sind, könnte in der Szene vielleicht auch mal reflektiert werden. In der Tufa verursacht der souveräne, warme Sound der Band in Verbindung mit den mal poetischen, mal bissigen Alltagsbetrachtungen so manchen Gänsehautmoment. Musik zum Hinhören, aber eher weniger zum Fäuste recken, Zappeln und Bier verschütten. Das ist dann wieder die Domäne der 5er WG, die danach in der Tufa einzieht. Die Combo hieß früher mal Cohesion, hat sich aber komplett neu erfunden: Man singt jetzt deutsch, so wie alle anderen Bands übrigens auch, und macht, nach eigener Aussage: „Trend-Pop“.


In der Tufa liegt der sehr spielfreudige Mix aus Rock und Beats tatsächlich im Trend – nicht nur beim Publikum: Auch die Jury entscheidet nach einigem Hin und Her schließlich, dass die 5er WG im August einen Ausflug in die Zwischenrunde unternehmen darf, von wo aus das Finale erreichbar bleibt. Das steigt am 22.Oktober in Koblenz. Von den dort erfolgreichen Gruppen werden die ersten drei gleichwertig mit Förderpreisen des Landes belohnt: Das sind Sachleistungen im Wert von rund 20.000 Euro wie etwa Auftritte bei verschiedenen Festivals, professionelle Musik- und Videoaufnahmen oder auch Beratung und Coaching durch erfahrene Musikprofis.

 

Vielen Dank an Frank Göbel für Text & Fotos im Artikel!

Siegerfoto: mienographie


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