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    Vier Finalisten stehen fest!

    Die vier Erstplatzierten aus den Vorrunden haben sich bereits für das große Finale auf der Festung Ehrenbreitstein am 20. Oktober qualifizieren können. Mit dabei sind:
    Vielleicht Emma (VR Trier) | LIBELL (VR Mainz) | Sonny Boy Slim (VR Koblenz) | Lluvia (VR Ludwigshafen)

Sonny Boy Slim gewinnen Vorrunde bei Lahneck Live, T-No in der Zwischenrunde

News #197
Dirk Förger / Rhein-Lahn-Zeitung

Dass sich der Großraum Koblenz musikalisch nicht verstecken muss, bewies wieder einmal die Vorrunde zum diesjährigen „Rockbuster“ im Rahmen von Lahneck Live. In der 24. Staffel des Musikwettbewerbs für junge Bands in und aus Rheinland-Pfalz setzte sich in unserer Region diesmal „Sonny Boy Slim“ durch.

Die Koblenzer dürfen direkt in das Finale am 20. Oktober einziehen. Als Zweitplatzierter kann sich „T-No“ über das Erreichen der Zwischenrunde freuen. Die Entscheidung fiel der Jury offensichtlich nicht leicht, da sie relativ lange für eine Entscheidung brauchten. Kein Wunder, denn auch die übrigen drei Bands lieferten gute Auftritte ab.


Den Beginn am frühen Abend hatte „Cockpit Club“ gemacht. Zu dieser Zeit war die Zahl der Zuschauer vor der Bühne zunächst noch recht übersichtlich. Viele der Gäste verteilten sich auf dem weitläufigen Gelände und genossen das tolle Wetter. Derweil sangen die vier Jungs vom „Cockpit Club“ ihre Lieder, in denen es häufig um Herzschmerz und das Verhältnis zum anderen Geschlecht ging.
Nach Aussage der Band war es „eine coole Erfahrung auf einer so großen Bühne zu spielen“. Das fand wohl auch das Publikum, das es mehr und mehr zum Podium zog und besonders beim Lied „Willst Du meine Zeltplatzliebe sein“ mitging. Sänger von „Cockpit Club“ ist Jannik Wallrath, der auch Gitarre spielt. Der 26-Jährige ist der einzige aus der Band, der schon mit dem Studium fertig ist. Gesanglich begleitet wird er vom Gitarristen der Gruppe, Marlon Palm. Hinzu kommen der Bassist Yannick Otto, der seit zwei Jahren in Koblenz wohnt und der Schlagzeuger Peter Bieg.


Als Frontfrau von „Beautiful Bunch“ trat Lea Bell stimmgewaltig auf. Die Medien-Designerin hat auch das Cover des ersten eigenen Albums, „Selfdestruction at its finest”, entworfen. Die Drums bei „Beautiful Bunch“ bearbeitet Yannick Hilse, während Dominik Zester den Bass bedient. Auffällig bei dem Schüler, dass er eine für dieses Instrument eigentlich untypische Agilität an den Tag legt. O-Ton Zester: „Für mich ist es halt kein guter Gig, wenn ich dabei nicht schwitze.“ Abgerundet wird das Quartett von Sebastian Stodden an der Gitarre. Die Band aus der Umgebung von Mayen hatte ganz klischeemäßig in einer Garage begonnen.


Für manchen überraschend nahm mit „T-No“ auch ein Hip-Hopper an dieser Vorrunde teil. Aber Rockbuster legt halt Wert darauf, dass sich der Wettbewerb an alle Musikgruppen und Einzelkünstler richtet, die eigenes Songmaterial live präsentieren. Egal ob Rock, Pop, HipHop, Alternative, Metal oder Indie – die Musikrichtung spielt letztlich keine Rolle. Lediglich im Bereich der Popularmusik sollte sich der Sound bewegen. Insofern passte Tino Balle, wie der Künstler im richtigen Leben heißt, ins Konzept.
Dabei hatte der 21-Jährige einen recht späten und ungewöhnlichen Einstieg in die Musik: „Als ich 2016 nach dem Abi mit meinen zwei besten Freunden in Richtung Italien aufbrach, hatte ich gerade damit angefangen, hinter verschlossenen Türen Texte zu schreiben. Da mich Hip-Hop/Rap schon lange in seinen Bann gezogen hatte, fehlte nur noch ein kleiner Anstoß, um den Mut aufzubringen, selbst in das Genre einzusteigen. Diesen Anfang fand ich dann in Italien, wo ich das erste Mal meinen Jungs einen Song präsentierte“, so Balle. Die Performance bei Lahneck Live sei sein erster Open-Air-Auftritt auf einer großen Bühne gewesen. Und der zweite Platz in der Vorrunde wird „T-No“ sicher antreiben, „weiter neue Musik zu schaffen“.


Ein Gegengewicht zum deutschen musikalischen „Einheitsbrei“ wollen „Nachilfe“ schaffen. Sie haben nach eigenen Aussagen die Mission, „Deutschland vor Mark Forster, Tim Bendzko und Max Giesinger zu retten“. Und so „haut“ die Band in extravaganten Outfits den Zuhörern Schlagzeug, E-Gitarre und Bass „um die Ohren“. Kürzlich durfte das Trio mit Lukas Wagner am Schlagzeug, Andre Schumacher an der Gitarre und Paul Mannebach am Bass im Freibad von Lahnstein ihr erstes Video produzieren. Im vergangenen Jahr hatten sie sich bei „Lahneck Live“ dazu entschlossen, eine neue Band zu gründen – und schon in diesem Jahr standen sie nun beim Festival auf der Bühne.


Bleiben noch die Gewinner, „Sonny Boy Slim“. Die vierköpfige Indie-Funk-Rock-Band aus Koblenz und Umgebung schreibt seit März 2017 eigene Songs und spielt erst seit Oktober vergangenen Jahres in folgender Besetzung zusammen: Philipp Pilcher (Gesang), Max Gottlob (Gitarre), Mathis Grimm (Bass) und Niklas Miranda Mies (Drums). Nach dem Gewinn der Vorrunde waren sie überglücklich: „Es ist ein unbeschreiblich schönes Gefühl, auf einer so großen Bühne zu spielen und einfach das direkte Feedback von der Menge zu erhalten. Dass wir jetzt im Finale stehen, fühlt sich gerade noch surreal und ungreifbar an, weil einfach alle Bands unglaublich gut waren und sich untereinander gut verstanden haben.“ Rockbuster wird im Auftrag der Landesregierung durchgeführt und von der LAG Rock & Pop veranstaltet. In vier Live-Vorrunden, einer Zwischenrunde und dem großen Landesfinale in Koblenz werden am Ende drei Bands von Fachjurys ausgewählt. Diese erhalten dann das Förderprogramm der LAG: Die drei Gewinnerbands werden bedarfsgerecht gecoacht und auf die Bühnen des Landes und darüber hinaus gestellt. Neben CD-Produktionen werden professionelle Musikvideos produziert und diverse Workshops veranstaltet.


Rhein-Lahn-Zeitung/ Dirk Förger





      




ROCKBUSTER wird
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 LAG Rock&Pop

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Medienpartner:

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